Rehabilitation nach Endoprothetik
Die Abteilung für stationäre Rehabilitation nach Endoprothetik entstand auf Anregung der Krankenkassen, um Menschen mit neuen Hüft-, Knie- oder Schultergelenken eine wohnortnahe Rehabilitation anzubieten. Die Einrichtung befindet sich im ehemaligen Maria-Johanna-Hospital Rees, einem Betriebsteil des St. Willibrord-Spitals Emmerich-Rees und gehört zum Träger der Krankenhäuser und Senioreneinrichtungen pro homine.
Ein erfahrenes Team aus Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sozialarbeiterin und zwei nur der Reha-Station zugeordnete Hauswirtschafterinnen werden Sie persönlich auf dem Weg der Genesung begleiten. In dieser eigenständigen Kombination aus moderner Medizin, therapeutischer Betreuung und persönlicher Fürsorge sind Sie bei uns "immer in guten Händen".
Wegen der großen Nachfrage kann leider nicht immer jeder Aufnahmewunsch zum passenden Termin erfüllt werden.
Fachärzte der Abteilung
Chefarzt der stationären und ambulanten Rehabilitation ist
Dr. med. Michael Wolf, Facharzt für Orthopädie und Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Chirotherapie, Physikalische Therapie, Rehabilitationswesen, Sportmedizin, Röntgendiagnostik Skelett
Leitender Arzt der stationären Rehabilitation ist
Dr. med. Dieter Schleip, Facharzt für Innere Medizin und Facharzt für Allgemeinmedizin, Klinische Geriatrie, Rehabilitationswesen, Physikalische Therapie
Stationsarzt ist
Alexander Nesterov, Facharzt für Orthopädie, Rehabilitationswesen
Kostenträger
Die Klinik verfügt über eine Vergütungsvereinbarung nach § 11SGB V mit den meisten geetzlichen Krankenkassen. Im Einzelnen sind dies:
AOK Rheinland,
IKK Nordrhein
Verband der Angestellten Krankenkassen e.V.
Barmer Ersatzkasse
Techniker Krankenkassen
Kaufmännische Krankenkasse
Hamburg-Münchner Krankenkasse
Hanseatische Ersatzkasse
Handelskrankenkasse
Arbeiter-Ersatzkassen-Verband e.V.
Gmünder Ersatzkassen
Krankenkasse für Bau- und Holzberufe
Brüher Krankenkasse Solingen
Buchdrucker Krankenkasse
Krankenkasse Eintracht Heusenstamm
Private Krankenversicherungsträger nach vorheriger Zusage.
Die Klinik ist auch als beihilfefähig anerkannt.
Gelungener Dreiklang
Für Erfolg, Heilung und langfristige Zufriedenheit mit einem künstlichen Gelenk bedarf es eines gelungenen Dreiklangs:
- Zunächst ist das versierte Operations- und Anästhesistenteam von entscheidender Bedeutung.
- Die unverzüglich nach der Operation einsetzende postoperative Nachsorge verschafft Ihnen von Anfang an Schmerzfreiheit und hilft, Sie vor den früher gefürchteten Frühkomplikationen zu bewahren.
- Eine möglichst direkt anschließende Rehabilitations-Maßnahme macht Sie wieder alltagstauglich und gilt als Finale zum medizinischen Erfolg.
Anschlussheilbehandlung (AHB) und Anschlussrehabilitation (AR)
Als Anschlussheilbehandlungen werden ambulante/teilstationäre und stationäre Leistungen bezeichnet, die sich unmittelbar oder im engen zeitlichen Zusammenhang an eine Krankenhausbehandlung anschließen. Für die AHB müssen bestimmte medizinische und sozialrechtliche Voraussetzungen erfüllt werden, über die Ihr Stationsarzt oder das Aufnahmebüro unserer Einrichtung gern Auskunft gibt. Die notwendigen Formalitäten für die Aufnahme des Patienten in eine Rehaklinik übernimmt in der Regel das operierende Krankenhaus.
Wohnortnahe stationäre Rehabilitation
Trotz der verlängerten Abwesenheit von zuhause empfiehlt sich für die meisten Patienten mit einem neuen Hüft-, Knie- oder Schultergelenk eine wohnortnahe stationäre Rehabilitation. Der häusliche Einsatz von Bewegungsschienen hat sich nicht bewährt; trotz anfänglicher Erfolge kann sich unbemerkt am neuen Gelenk etwas verändern und unter Umständen zu irreversiblen Schäden führen. Auch eine ambulante oder teilstationäre Heilbehandlung birgt bei den An- und Abfahrten für Sie mancherlei Gefahren und ist erfahrungsgemäß oft noch sehr anstrengend.
Interdisziplinäre geriatrisch-orthopädische Rehabilitation
Die Endoprothetik hat sich zu einer der erfolgreichsten Behandlungsmethoden der Medizin entwickelt. In unserem Gesellschaftssystem hat jeder, der ein neues Gelenk oder einen Gelenkaustausch benötigt, einen Anspruch auf diese kostspielige Operation. Die Menschen werden älter, überstehen schwere Operationen, Herzinfarkte, Krebserkrankungen. Viele bedürfen einer sorgfältig abgestimmten Begleitbehandlung für diverse chronische Erkrankungen, haben einen Herz- oder sogar Hirnschrittmacher, benötigen ein nächtliches Beatmungsgerät oder leiden unter tückischen Unverträglichkeiten. Nicht selten droht das mühsam von Haus- und Fachärzten bewahrte gesundheitliche Gleichgewicht gerade in den ersten Wochen nach der Operation aus den Fugen zu geraten. Die in Rees angebotene interdisziplinäre geriatrisch-orthopädische Rehabilitation soll dem vorbeugen. Hierbei erfolgt die Behandlung durch einen für Geriatrie und Rehabilitation spezialisierten Internisten oder Allgemeinarzt in Zusammenarbeit mit einem Orthopäden mit operativer Endoprothesen-Erfahrung. Gegebenenfalls ist auch eine begleitende neurologische, psychiatrische oder psychotherapeutische Konsiliarbehandlung durch entsprechende Fachärzte aus der Nachbarabteilung vermittelbar.
Lage, Austattung und Komfort
Das Krankenhaus Rees liegt fast im Zentrum der rund 22.500 Einwohner zählenden, sehr reizvollen und zugleich ältesten Kleinstadt am unteren Niederrhein. Die Reha-Klinik verfügt über eine Station im Erdgeschoss mit 12 Betten und weiteren 8 Betten auf Station I im ersten Stock. Die ansprechend eingerichteten Einzel- und Zweibettzimmer sind überwiegend rollstuhl- und behindertengerecht und alle mit Dusche/WC, Telefon, Notruf sowie Farb-TV ausgestattet. Als Reha-Patient stehen Sie hier immer im Mittelpunkt aller Bemühungen und sind keine Nummer unter vielen. Wir bieten eine Rehabilitation der kurzen Wege in fast familiärer Atmosphäre. Gymnastik- und Speiseraum sowieSitzgruppe und Behandlungsraum sind mit wenigen Schritten zu erreichen. Zum ebenfalls nahe gelegenen Gymnastikraum und Hallenbad gelangen Sie über den Aufzug. Ein kurzer Verbindungsgang bringt Sie und Ihre Besucher direkt in die Cafeteria des Agnes-Heimes. Zu bestimmten Zeiten werden hier Kaffee und Kuchen sowie Getränke angeboten. Einmal in der Woche findet in der immer geöffneten Kapelle ein Gottesdienst statt. Zeitschriften und Pflegeartikel können Sie sich schon bald selbst in der Stadt besorgen. Ein Rucksack hängt in Ihrem Zimmer.
Innenstadt von Rees
Die Innenstadt von Rees ist für alle Pateinten unserer Reha-Abteilung, die es sich zutrauen und von den Ärzten "grünes Licht" erhalten, für kleine selbstständige Ausflüge und Einkäufe direkt in drei Minuten zu erreichen.
Cafeteria: Öffnungszeiten: täglich von 15:00 - 17.30 Uhr, freitags geschlossen
Kaffee bekommen Sie im Speiseraum der Reha-Station. Kaffee ist in der Cafeteria für Reha-Patienten gratis. Für den Kaffeedurst zwischendurch gibt es einen modernen Selbstbedienungs-Automaten.
Sonntags bekommen Sie einen Gutschein für ein Stückchen Kuchen (nicht übertragbar auf andere Tage oder andere Personen).
Hinweise zur Vorbereitung auf die Rehabilitationszeit
Nach Planung und Entschluss zur Operation ist ein Vorbereitungszeitraum bis zur Aufnahme in die Klinik vorgegeben.
Mit dem Operateur und Hausarzt werden Sie nun klären, ob eine Eigenblutspende in Betracht kommt.
Physiotherapie vor der Operation hilft, Ihre möglicherweise verkürzte oder zurückgebildete Muskulatur wieder etwas zu lockern und zu kräftigen. Dabei lernen Sie schon einmal das Gehen mit Unterarmgehstützen und vielleicht auch die Benutzung einer Strumpf-Anziehhilfe.
Was Sie jetzt an überschüssigem Gewicht abnehmen, müssen Sie später nicht mit sich herumschleppen.
Wer schon einmal trainiert, auf dem Rücken zu schlafen, hat es in den allerersten Wochen nach der Operation nicht so schwer.
Um Ihnen die Rückkehr in die eigenen vier Wände zu erleichtern, sollten Sie Läufer und andere Stolperfallen rechtzeitig beiseite räumen. Alleinstehende bereiten vorsorglich eventuell schon portionierte Mahlzeiten vor und frieren diese ein.
Die meisten Reha-Patienten gelangen über Mund-zu-Mund-Propaganda zu uns oder nach Besuch eines hier behandelten Verwandten oder Bekannten. Die Quote der "Wiederholungstäter" ist hoch.
Mitzubringen in die Reha sind:
Natürlich Zuversicht und Mut.
Alles, was Sie für einen Krankenhausaufenthalt schon haben und dazu:
Trainingsanzug oder leichte Sportkleidung (am besten mit Reißverschluss an den Beinen)
Möglichst Badeanzug, Badetuch, Bademantel, Handtücher.
Feste flache bequeme Schuhe, bestenfalls mit Klett-Verschluß oder in Slipper-Form.
Zusätzlich Badeschuhe oder Sandalen mit Riemchen für den Weg zum Bewegungsbad.
Langen Schuhlöffel und, falls schon vorhanden, gerhor Greifzange, um tiefes Bücken zu ersparen.
Der Jahreszeit angepasste Straßenkleidung.

